Universität Bonn
 

Institutionen-Mapping und Bibliographie zu
„Staatsversagen und Good Governance“

Institutional Mapping and Bibliography
on State Failure and Good Governance


1. Einführung


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Die Bestandsaufnahme umfasst die deutsche und internationale Debatte zu Staatsversagen und Ansatzpunkten der Entwicklungszusammenarbeit. Dieses Papier dient in erster Linie der Sichtung bestehender Ansätze und Aktivitäten, die dann für die nachfolgenden Papiere des Vorhabens gezielt herangezogen und ausgewertet werden können.


Vorgehen

Die Identifikation und Erfassung der relevanten Forschungsinstitutionen, Stiftungen und EZ-Organisationen, bi- und multilateralen Geber sowie Regionalorganisation erfolgte durch eine Kombination verfügbarer Linklisten, Internetsuchmaschinen, Literaturrecherchen, persönlichen und institutionellen Kontakten, E-Mail-Kommunikation und Telefonbefragungen, sowie nicht zuletzt dem „Schneeball“-Prinzip – jede Fundstelle verweist durch Kooperationen, Konferenzen, Zitation und kollaborative Veröffentlichungen auf weitere Teile des internationalen Forschungsnetzes. Hervorheben möchten wir in diesem Zusammenhang insbesondere die von Daniel Lambach betriebene Internetseite am Lehrstuhl von Prof. Jäger an der Universität Köln (siehe 3.1.7.). Mit einem gewissen Schwerpunkt im Bereich des fortgeschrittenen Staatsversagens bietet diese Seite einen guten Überblick, der für die vorliegende Zusammenstellung sehr nützlich war. Ebenso hat uns Daniel Lambach freundlicherweise seine Bibliographie zur Auswertung zur Verfügung gestellt, die teilweise eingeflossen ist.
Die recht umfangreiche Bibliographie am Ende dieses Dokumentes stützte sich darüber hinaus zunächst auf elektronische Recherchen bei der Library of Congress und dem Social Science Citation Index. Dies wurde dann im Zuge des Institutionenmappings in großem Maße ergänzt um offizielle Policy-Dokumente, Redemanuskripte und Konferenzberichte, sowie v.a. die sogenannte „graue Literatur“, also unveröffentlichten Manuskripte, Internetpublikationen und nicht allgemein bibliographierte Schriftenreihen. Der letztgenannte Bereich ist besonders interessant, weil er in der Regel die aktuellsten Diskussionen erfasst, denn bis zur Artikel- und Buchreife vergeht oft viel Zeit.




Verwendungshinweise

Die Gliederung des Mappings verschränkt geographische und institutionelle Gesichtspunkte. Die in Deutschland ansässigen Institutionen werden zusammen im ersten Block erfasst und darunter institutionell gruppiert, während der internationale Bereich zunächst institutionell und dann z.T. geographisch gegliedert ist.
Die für das Thema „Staatsversagen in Entwicklungs- und Transformationsländern“ relevanten Projekte, Programme und Arbeitsbereiche werden jeweils mit einem eigenen Profil in den Unterkapiteln der Institutionen vorgestellt. Neben einer Kurzbeschreibung benennen diese in der Regel die relevanten Ansprechpartner, geplante Vorhaben (soweit bekannt), vorliegende Publikationen, Links zu den projekt-spezifischen Internetseiten, Kooperationspartner (inklusive Querverweisen, sofern diese ebenfalls im Mapping erfasst wurden), und ggf. weitere Projekte, die nur in mittelbarem Zusammenhang mit dem Anliegen des Vorhabens stehen.
Die meisten Kurzbeschreibungen wurden den Internetseiten der jeweiligen Projekte entnommen und erscheinen in der dort verwendeten Sprache. Dies ließ sich aufgrund des sonst entstehenden Aufwandes nicht anders realisieren. Die vorliegende Bestandsaufnahme erhebt naturgemäß keinen Anspruch auf Vollständigkeit. In vielen Fällen musste ausgewählt werden, weil die Menge der im weiteren Sinne relevanten Projekte den Rahmen der Zusammenstellung gesprengt hätte.




Beobachtungen der Recherche

Überprüft und teilweise angefragt wurden auch NGOs und Verbände in Deutschland (so u.a. VENRO, EED, Brot für die Welt, Misereor, Justitia et Pax, Welthungerhilfe, medico, terre des hommes, Plattform Zivile Konfliktbearbeitung). Zahlreiche Organisationen sind im Bereich Frieden, Rechtsstaatlichkeit, Menschenrechte und Demokratisierung engagiert. In keinem Fall konnten jedoch thematisch oder geographisch übergreifende Konzeptionen identifiziert werden, die sich unmittelbar auf „Staatsversagen und Governance“ bezogen hätten. Es kann nur gemutmaßt werden, dass dies auch in der Diskrepanz zwischen den Herausforderungen dieses Themas und den meist begrenzten Kapazitäten der NGOS begründet ist. Ähnliches gilt für den Deutschen Entwicklungsdienst und InWent.
Ebenso unterhalten auch die betrachteten Einrichtungen der Forschungsförderung (VW-Stiftung, Deutsche Stiftung Friedensforschung, Deutsche Forschungsgemeinschaft) keine spezifischen Schwerpunkte im Interessenbereich dieser Bestandsaufnahme.
Ebenso hatten die internationalen und multilateralen Organisationen in den Partnerregionen selbst nur wenig im Themenbereich des Projektes aufzuweisen. Dies mag einerseits an ihren inhaltlichen Schwerpunkten und Kapazitätsbeschränkungen liegen, andererseits auch an der mangelhaften Präsentation ihrer Arbeit. Webseiten sind z.T. sehr überschaubar und vielfach überholt.